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Märchenschloss Neuschwanstein in Schwangau Stadt Magazin 2019

Märchenschloss Neuschwanstein in Schwangau

Märchenschloss Neuschwanstein in Schwangau Bild oben
…oder die unglaubliche Geschichte des Schlosses Neuschwanstein und seines Märchenkönigs

Schloss Neuschwanstein wurde von einem Märchenkönig erbaut – König Ludwig II. von Bayern. Es ist eine Geschichte von Träumen, von Visionen, von Siegen der Technik und des tragischen Scheiterns des Bayernkönigs. Einen König der Herzen würde man ihn heute nennen. Sein Schloss ist im Ausland das bekannteste Deutschlands und Höhepunkt einer jeden japanischen Europareise – milliardenfach fotografiert. Doch wie entstand Schloss Neuschwanstein?

Kennen Sie Cinderella, den berühmten Zeichentrickfilm von Walt Disney? Die Geschichte dieses Märchens spielt auf einem Schloss, das Schloss Neuschwanstein verblüffend ähnlich sieht. Und tatsächlich diente Neuschwanstein den Hollywoodzeichnern als Vorlage für ihr Märchenschloss. Selbst das Original sieht aus wie aus einem Märchen. Unnahbar thront das Schloss auf dem Felsen. Es tut so, als stamme es aus dem Mittelalter, dabei ist es gerade mal 100 Jahre alt.



Füssen im Allgäu, 1878. Seit fast zehn Jahren sind die Bauarbeiten im Gange. Seine Majestät höchstpersönlich überwacht den Fortschritt der Arbeiten. Der Mann trieb sein Personal in den Wahnsinn – ständig neue Änderungswünsche, die ihm Zeit kosten und Unsummen verschlingen.

Im Stadtarchiv Füssen liegt ein Schatz der besonderen Art – Fotoplatten aus dem 19. Jahrhundert. Sie gehören zu den ältesten, die es heute noch gibt. Ein kluger Fotograf hat ab 1869 den Bau von Schloss Neuschwanstein festgehalten. Akribisch dokumentierte er alle Bauabschnitte des Schlosses über 20 Jahre lang. So lange nämlich zogen sich die Bauarbeiten hin und das vor allem, weil sich der König einen denkbar unpraktischen Standort ausgesucht hatte - ein unzugänglicher Felsen genannt „Die Jugend“. Jeder Stein, jedes Bergzeug, jedes Gerüst musste dort raufgeschafft werden. Aber der Wille der Majestät war Gesetz. Wer baute am Ende des 19. Jahrhunderts schon eine Ritterburg in den Alpen?

Wer war König Ludwig II. wirklich?

Viele hielten König Ludwig II. für einen Exzentriker, manche glaubten sogar, er sei verrückt. Und Schloss Neuschwanstein war bei weitem nicht das einzige Projekt des Königs. In Schloss Linderhof ließ der König eine künstliche Grotte anlegen, die mit elektrischem Licht in verschiedenen Farben beleuchtet werden kann. Auf des Königs Schlitten, mit dem er durch die Nacht glitt, schien ein akkubetriebener Mond. Und er entwarf einen Flugwagen, mit dem er tollkühn über den Alpsee schweben wollte. Doch wer war König Ludwig II. wirklich? Ein Technikfreak, ein Vorbote der Popkultur oder einfach nur ein gelangweilter Monarch in seinem goldenen Käfig?

1864 stirbt mit erst 53 Jahren Ludwigs Vater – König Maximilian. Damit hatte keiner gerechnet. Nun musste Ludwig mit gerade mal 18 Jahren auf den Thron. Er war voller Eifer, hatte jedoch vom Regieren keine Ahnung. Und eigentlich durfte er gar nicht wirklich regieren. Längst leitete der König von Bayern seinen Staat nicht mehr allein. Er durfte zwar die Minister ernennen, aber diese machten anschließend, was sie wollten. Der junge König fühlte sich wie ein Statist. Kurzum: Das Ministerium bremste den König radikal aus.



1866 drängte ihn sein Kabinett zu einer verhängnisvollen Entscheidung. Bayern zog an der Seite Österreichs gegen Bismarcks Preußen. Als Ludwig vom Sieg Preußens erfuhr, brach für ihn eine Welt zusammen. Er empfand dies als persönliche Niederlage. Er zog sich anschließend aus der Öffentlichkeit zurück und baute sich seine eigene Traumwelt auf.

Was macht ein Mensch, wenn er mit der Realität, in der er lebt, nicht zurechtkommt? – Er denkt und träumt sich in eine andere. Ludwig zog alte Kostüme an, unternahm nachts heimliche Ausritte und fühlte sich wie ein Herrscher des Absolutismus. Er ließ die Phantasiegestalten seiner Kindheit wieder aufleben.

Heute nennt man König Ludwig II. einen Märchenkönig. Es heißt, dass er der letzte wahre König seines Zeitalters gewesen sei und Schloss Neuschwanstein der Spiegel seiner Seele.

Ludwigs Vater
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Märchenschloss Neuschwanstein in Schwangau Anleitung Bild mittig-oben piqs.de, Gabriela Neumeier, "Froschkönig" (CC BY 2.0 DE)
war ein richtiger Technikfreak und selbst sehr erfinderisch. In Schloss Nymphenburg ließ er 1836 ein Pumpwerk installieren, das mit Wasserkraft betrieben wurde. Die Anlage funktioniert selbst heute noch einwandfrei.

Ludwig II. hatte die Begeisterung an der Technik gelernt. Aber für ihn ist sie eher ein Mittel, um seine Träume zu verwirklichen und Unmögliches wahr werden zu lassen. Sein erstes Projekt ist ein gigantischer Wintergarten oben auf dem Dach der Münchner Residenz. Ein verglaster Stahlrahmen, 60 Meter lang. Und darunter ein fantastisches Universum mit exotischen Pflanzen und Tieren. Hoch über den Dächern der Stadt ließ sich Ludwig hier von Schauspielern Balladen und Gedichte vortragen. Dann lernte Ludwig den Theatermaler Christian Jank kennen, der Bühnenbilder für die Oper entwirft. Ein Künstler so recht nach des Königs Geschmack. Jank wurde engagiert, um die Visionen König Ludwigs zu Papier zu bringen. Ludwig war ein Augenmensch. Janks Arbeiten gaben ihm einen wesentlich lebendigeren Eindruck als die nüchternen Konstruktionspläne seiner Architekten. Doch diese anschaulichen Zeichnungen sponnen Ludwig zu immer neuen Ideen und Entwürfen an. Das Schloss auf dem Felsen wurde immer größer.

König Ludwig war überzeugt von der Idee eines heiligen Königtums von Gottes Gnaden. Er wollte so sein wie Ludwig XIV., der allmächtige französische Sonnenkönig, den er so sehr bewunderte. Da er nicht so regieren konnte, wie er wollte, flüchtete er in eine Welt mittelalterlicher Sagen, deren Helden edel, rein und unnahbar sind – eben so, wie er selbst sein wollte.

1867, also ein Jahr nach der Niederlage gegen Preußen, hatte Ludwig die Wartburg besucht, deren Wiederaufbau gerade beendet wurde. Der König war begeistert. Nach dem Besuch wusste er genau, wie die Räume seines eigenen Traumschlosses aussehen sollten. Schon zu Ludwigs Zeiten ist die Wartburg ein nationales Denkmal. Hier hatte immerhin Martin Luther die Bibel übersetzt.

Jeder Stein, jede Zinne, jedes Türmchen sollte so werden, wie Ludwig es sich wünschte. Das Innere des Schlosses erinnerte an ein Theater. Das ganze Schloss wirkte wie eine Kulisse – ein Werk einer mächtigen Phantasie. Und dafür musste Platz geschaffen werden, was nur mit Gewalt ging.

Der Bau von Schloss Neuschwanstein

1869 wurde die Bergspitze mit Dynamit begradigt. Es entstand ein Plateau von 4.300 Quadratmetern Grundfläche. Ein Schlossbau wäre vorher durchaus möglich gewesen, aber kein Schloss in dieser Größe. Das Dynamit war gerade erst erfunden worden. Beim Bau von Schloss Neuschwanstein ließ König Ludwig alles zur Anwendung bringen, was die Ingenieure jener Jahre in rasanter Geschwindigkeit entwickelten. Mitte des 19. Jahrhunderts war Bayern führend in Wirtschaft, Wissenschaft und Technik. So ist es nicht verwunderlich, dass die erste Eisenbahn Deutschlands in Bayern fuhr. Der „Adler“ schnaubte 1835 von Fürth nach Nürnberg.

Ludwig tauchte ständig auf der Baustelle auf und kontrollierte, ob sich alle wirklich an seine Vorgaben hielten. Aber manches war einfach nicht umsetzbar. Zwei seiner Baumeister, die sich trauten, dies zu äußern, mussten ihren Hut nehmen. Und auch für ihre Nachfolger war die Arbeit bei Hofe oft eine Nervenprobe. Der Bauherr beschloss, das Schloss aus gewöhnlichen Backsteinen errichten zu lassen. Nur die äußere Verkleidung wird heller Sandstein. Das sparte Kosten und verringerte auch die Lasten, die die Arbeiter auf den Felsen schaffen mussten. Dazu wird auf der Baustelle die Hochtechnologie des Dampfzeitalters eingesetzt – das Lokomobil. Die Maschine zog das Baumaterial auf Schienen aus dem Tal nach oben. Die Arbeit mit dem rauchenden Ungetüm war nicht ungefährlich. Zwischen 200 und 300 Steinmetze, Maurer und Zimmerleute arbeiteten auf der Baustelle. Sie unterbrachen ihre Arbeiten nur bei Schneefall und Sturm. 465 Tonnen Marmor, 1500 Tonnen Sandstein und 400.000 Ziegelsteine werden in einem einzigen Jahr verbaut. Schon nach 5 Jahren sind etwa 20 Millionen Euro aufgebraucht.

Die Arbeiten gingen langsamer voran, als es Ludwig lieb war. 1869 war der Grundstein gelegt worden.
Märchenschloss Neuschwanstein in Schwangau Ratgeber Bild mittig piqs.de, Traumfänger, "Neuschwanstein im Nebel" (CC BY 2.0 DE)
3 Jahre später wollte der König bereits seine Gemächer beziehen. Doch mit dem Bau wuchsen seine Ansprüche – von den Kosten ganz zu schweigen. Nach drei Jahren Bauzeit kann von der Vollendung des Schlosses nicht die Rede sein. Das Torhaus wurde – wie es der König gewünscht hat – als erstes fertig. Jetzt konnte er hier seine Wohnung beziehen. Aber wer erwartet, dass Ludwig mit großem Pomp residierte, täuscht sich. Ein Bett, ein paar Stühle und ein Tisch - mehr brauchte der König nicht. Er konnte vor der Tür seine mächtige Fluchtburg wachsen sehen, was mehr als genug für ihn war. Im Torhaus verbrachte König Ludwig II. wahrscheinlich die glücklichste Zeit seines Lebens. Mit der Zeit folgte das Herzstück der Anlage Neuschwanstein – der mächtige vierstöckige Wohnbau, der Palace genannt wird. Hier soll eines Tages der Herrscher der Burg wohnen. Er allein wird die Haupttreppe und den großen Wohnturm betreten dürfen. Nach 11 Jahren Bauzeit ist der Rohbau fertig – die Wohnung des Königs, sein Audienzzimmer, die Wohnung der Diener und die Küche. 1883 schließlich wird auch der Sängersaal fertig. Den hatte sich Ludwig ja auf der Wartburg abgeguckt. Aber in seinem Sängersaal sollen keine Feste stattfinden. Er ganz allein will hier in der Welt der Ritter versinken. Zu dieser Zeit war der König noch immer mit dem Gesamtkonzept nicht zufrieden. Aber so langsam wurden seine Planungsänderungen grotesk. Aber wer sollte das bezahlen? Mittlerweile nahm Ludwig Kredite auf, um seine ständigen Umbauarbeiten zu finanzieren. Es wurden Bauteile wieder zerstört, weil es ihm irgendwann eingefallen ist.

Das 19. Jahrhundert

Das 19. Jahrhundert ist nicht nur eine Zeit der Innovationen und Umwälzungen, sondern auch eine Zeit der Rückbesinnung auf die Geschichte. Viele repräsentative Bauten in den Metropolen Europas werden im Stil des Historismus errichtet. Alles war erlaubt. Neuschwanstein passte in diese Mode. Es sollte das romantische Ideal einer Ritterburg darstellen. Doch im Mittelalter hätte kein Mensch so gebaut. Es gibt z. B. keine Verteidigungsanlagen, was eigentlich das wichtigste Merkmal eines mittelalterlichen Adelssitzes. Echten Burgen sieht man für gewöhnlich an, dass sie über Jahrhunderte gewachsen sind. Oft passen die Gebäudeteile nicht so recht zueinander. Schloss Neuschwanstein kopiert dies.

Eisen und Stahl revolutionierten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Welt. Im Dachstuhl Neuschwansteins sorgen 16 Stahlrippen dafür, dass das Gewicht der Kuppel nach unten abgeleitet wird. Unter dem Thronsaal fangen riesige Stahlträger das Gewicht auf. Verbunden sind die Ebenen durch die Säulen des Thronsaals. Auf den ersten Blick haben sie eine altertümliche marmorierte Fassade. Ihr Kern aber besteht aus Stahl, um den Druck der Kuppel abzureiben. 1885 wurde der Thronsaal nach zwei Jahren Bauzeit endlich fertig gestellt.

Das Ende des Märchenkönigs

Ludwigs Traum ist Wirklichkeit geworden, aber er will nicht erwachen. Je näher die Fertigstellung Neuschwansteins rückt, desto fieberhafter blüht seine Fantasie. Trotz Schulden nimmt Ludwig weitere Prachtbauten in Angriff. Am Ende war Ludwig pleite. Als er eine Bürgschaft des Staates verlangt, zeigt ihm sein Kabinett die rote Karte. Aber als würde er das alles nicht mitbekommen, macht Ludwig einfach weiter. Er gibt Entwürfe für einen byzantinischen Palast in Auftrag. Nicht weit von Neuschwanstein sollte Schloss Falkenstein in den Himmel wachsen. Und sogar einen chinesischen Sommerpalast wollte Ludwig in die Alpen setzen. Und beim Innenausbau von Schloss Neuschwanstein legte Ludwig jetzt erst richtig los. Das Beste ist gerade gut genug. Und technisch muss alles auf dem neusten Stand sein. Jeder Raum wird von einer Zentralheizung erwärmt. Im Arbeitszimmer geht die erste Telefonanlage Bayerns in Betrieb. Das Fräulein vom Amt kann nun zum König durchstellen, zumindest theoretisch. Es gab eine automatische Wasserspülung. Für seine Majestät alles so modern wie möglich. Wer auf seinen Baustellen arbeitete, war umfassend versichert, was ein absolutes Novum
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Märchenschloss Neuschwanstein in Schwangau Erfahrung Bild unten piqs.de, Photosucher, "Starnberger See" (CC BY 2.0 DE)
war. Im Krankheitsfall gab es Geld, wenn ein Angehöriger starb, gab es einen freien Tag. Heute nennen wir dies soziale Fürsorge.

Irgendwann wurde der König jedoch selbst zum Sozialfall. Ludwig II. war irgendwann so blank, dass seine Kreditgeber ihm mit Pfändung drohten. Mehr als das Doppelte der ursprünglich kalkulierten Summe hatte der Schlossbau verschlungen – umgerechnet 100 Millionen Euro. Aber davon wollte Ludwig nichts wissen. Noch selten zu dieser Zeit empfing er Gäste, verschloss sich selbst seinen engsten Vertrauten. Am Ende hatte Ludwig gar keine Fürsprecher mehr und sein Fall war nicht mehr aufzuhalten.

In München begannen Ludwigs Minister an seinem Geisteszustand zu zweifeln. Der König witterte einen Komplott und steigerte sich in einen Verfolgungswahn. Überall sah er Bösewichte, die ihm nach dem Leben trachteten. Er speiste dann nur noch allein mit imaginären Gästen. Um niemanden zu Gesicht bekommen zu müssen, wurde der gedeckte Tisch aus dem Untergeschoss mit einem Aufzug in Ludwigs Speisezimmer hinaufgefahren. Nicht einmal seine Diener durften ihm noch unter die Augen treten.

Allein mit sich und seiner Welt ließ er sich auf dem Alpsee Wagneropern aufführen. Er unternahm Ausfahrten mit seinem Schlitten. In der künstlichen Grotte von Schloss Linderhof ließ er einen Wasserfall in einen beheizten See stürzen. Nach Lust und Laune wechselte er die Beleuchtung. Den Strom für die Lampen lieferte ein kleines Kraftwerk im Wald. Es war das erste Elektrizitätswerk Bayerns. Absoluter Höhepunkt seiner technischen Spielereien aber war der Entwurf eines Flugwagens in Pfauenform. An einem Ballon wollte Ludwig damit über den Alpsee schweben, gezogen von einem Seil, das von einer Dampfmaschine angetrieben wurde. War der Bayernkönig jetzt tatsächlich übergeschnappt? Oder war es die Einsamkeit eines verkannten Visionärs?

Ludwigs Minister hielten den Monarchen für verrückt, d. h., sie wollten ihn dafür halten, denn sie suchten einen Grund, ihn abzusetzen. Beim Filzen der königlichen Korrespondenz fiel ihnen der Entwurf des Flugwagens in die Hände. Sofort ließen sie ein psychologisches Gutachten erstellen. Ludwig wurde für geisteskrank erklärt. Was dann passierte, ist ein Drama mit tragischem Ausgang, das bis heute nicht vollständig aufgeklärt werden konnte.

1886 wird der abgesetzte König von Neuschwanstein zum Schloss Berg zum Starnberger See gebracht. Ab jetzt stand er unter Arrest und unter ständiger Beobachtung zweier Ärzte. Mit einem Psychiater unternahm Ludwig am folgenden Tag einen Spaziergang am Starnberger See. Stunden später wurden beide tot aus dem See geborgen. Ob es Mord oder Selbstmord war, konnte nie geklärt werden.



Bis heute ranken sich die Mythen um Ludwigs Tod. Auf dem Berg hinter Schloss Neuschwanstein wurde eine riesige schwarze Flagge gehisst. Auf den Baustellen standen alle Räder still.

Auch nach seinem Tod wurde Ludwig von den meisten Menschen nicht verstanden. Doch sein tragisches Schicksal bewegte die Menschen. Aus Mitleid wurde Bewunderung. Es ist der Auftakt für die Auferstehung der ersten Medienstars der Moderne. 1892 wird schließlich das Schloss in vereinfachter Form fertig gestellt.

König Ludwig schrieb über sich selbst: „Ein ewig Rätsel will ich bleiben mir und den anderen“. Dieses Ziel hat er ohne Zweifel erreicht. Aber gerade das Widersprüchliche und Rätselhafte ist ja das Interessante an ihm. Und widersprüchlich bleibt die Geschichte des Märchenkönigs bis nach seinem Tod.

Obwohl König Ludwig verfügt hatte, dass kein Normalsterblicher je seine Schlösser betreten sollte, wurden die Tore Neuschwansteins schon sechs Wochen später von seinen Untertanen geöffnet. Und heute kommt die ganze Welt zum Schloss Neuschwanstein und staunt – über einen König ohne Macht, über einen Thronsaal ohne Thron.

Für manche ist das Schloss Neuschwanstein der Inbegriff von Trivialität, Kitsch und Kommerz. Ein Disneyland in den Bayerischen Alpen. Andere sehen in Ludwigs Burg einen Höhepunkt des Historismus. Zweifelsohne ist die Errichtung Neuschwansteins eine der größten Pionierleistungen der Architekten und der Handwerkskunst.

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Bildnachweise: Bild mittig-oben: piqs.de, Gabriela Neumeier, "Froschkönig" (CC BY 2.0 DE) Bild mittig: piqs.de, Traumfänger, "Neuschwanstein im Nebel" (CC BY 2.0 DE) Bild unten: piqs.de, Photosucher, "Starnberger See" (CC BY 2.0 DE)

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