optional Stadt:
Arbeitswelt

Generation Y: Vernetzt, verteufelt, verstanden? › Arbeitswelt

Generation Y: Vernetzt, verteufelt, verstanden?

Generation Y: Vernetzt, verteufelt, verstanden? Bild oben
"Anforderungen an die Arbeitswelt: Generation Y - ach Quatsch", "So spießig ist die Bürowelt der Generation Y", "Wie sich die Generation Y die Arbeitswelt vorstellt", "Generation Y: Same same but different?", "Generation Y: Arbeitnehmer fordern Wertschätzung"

Das sind nur fünf Headlines der letzten Zeit, die die Generation Y thematisieren. Google findet alleine sechs Seiten Suchergebnisse, wenn man die News-Section der letzten Woche zu diesem Thema durchsucht. Es zeigt: Die Generation Y ist Gesprächsthema, Dauerbrenner und Grund für Diskussionen ohne Ende. Wir sind die Generation, die diskutiert wird, die, die scheinbar anders ist, für Unverständnis sorgt – und verteufelt wird. Denn scheinbar sind die Ypsiloner "nicht normal". Alles ändert sich, überall gibt es neue Vorstellungen und Anforderungen an die Umgebung, das Büro, den Arbeitgeber. Statussymbole sind nicht mehr alles, Chef sein ist blöd – wie kommt das alles? Wer ist diese Generation, die so oft analysiert und diskutiert wird? Zeit, dem Ganzen auf den Grund zu gehen.



Wer sind wir eigentlich?

Generation Y – auch genannt Generation Why, Ypsiloner, Millennials, Y-ler. Sie sind die, die zwischen 1980 und 1999 geboren wurden, die, die jetzt auf dem Arbeitsmarkt eintrudeln – und die, die irgendwie nicht zu fassen sind. Sie sind anspruchsvoll, aber eine Karriere um jeden Preis ist nicht das Richtige. Sie sind geltungsbedürftig, obwohl keine Generation vorher im selben Wohlstand aufgewachsen ist. Sie sind vernetzt und von der Technik abhängig. Sie wollen Beständigkeit, sind aber selbst sprunghaft. Es ist kurios und scheint unmöglich, die vielen Definitionen der Generation unter einen Hut zu bringen. Woran liegt das und wer sind sie denn nun, die Millennials?

Generation überanalysiert?
Eins steht fest: Sie sind die Generation, die am meisten analysiert wurde, die am meisten Fragen aufwirft und über die am meisten geschrieben wurde. Veteranen, Babyboomer, Generation X, Generation Y, Generation Z und Generation Alpha: all diese Generationen wurden irgendwann definiert, aber keine von ihnen so intensiv diskutiert wie diese eine. Woran liegt das?

Nun, zunächst einmal sind sie anders als die vorhergehenden Generationen. In der Kommunikation, in den Anforderungen an die Arbeitswelt, in ihrem beruflichen und privaten Streben. Das wirft Fragen auf und die Suche nach Antworten beginnt. Was kann da besser sein, als die Analyse ihrer Attribute und Verhaltensweisen? Das Problem, das dabei entsteht, ist die Berichterstattung. Die Generation Y ist hoffnungslos überanalysiert, versucht zwischen den ihr angedichteten Attributen den eigenen Weg zu finden. Unentschlossen, freigeistig, flatterhaft, fragenstellend – die meisten sind wenig schmeichelhaft und noch weniger sinnstiftend. Schließlich glaubt man irgendwann alles, wenn es nur oft genug wiederholt wird – was soll also werden, aus dieser Generation, die sich dreht wie ein Fähnchen im Wind, obwohl sie doch von ihren Eltern so ein festes Fundament mitbekommen hat?

Aber nicht nur die Generation Y selbst wird davon beeinflusst. Auch die, die über sie lesen, machen sich ein Bild. Was natürlich bestätigt wird im Nachhinein – schließlich ist das Verhalten eines jeden beliebig interpretierbar. Den Human Resources Managern wird gesagt, wie sie die junge Generation erfolgreich rekrutieren. Die Generation der Babyboomer und die Generation X lernen aus der Zeitung, dass die Neuen auf dem Arbeitsmarkt sprunghaft sind und keine Verantwortung wollen – und das obwohl sie den Weg für sie bereitet haben. Das vorgefestigte Bild, was die Welt von den Ypsilonern hat, kann schlicht und ergreifend nicht mehr geändert werden. Die Chance ist auf die Bestätigung der Regel durch Ausnahmen begrenzt. Deprimierend.

Beziehungsunfähig?
Das nächste Schlagwort, das nur zu gern mit den Millennials in Verbindung gebracht wird, ist: Bindungsangst. Egal welche Beziehungsform grade on vogue ist, die klassisch monogame Beziehung mit der Aussicht auf ein gemeinsames Leben ist es nur selten. Mingle, Tinderella, Friends with Benefits – Trendwörter gab es dafür schon viele. Jeder Einzelne scheint beziehungsunfähig geworden zu sein, als sei es eine gewünschte Charaktereigenschaft. Dafür werden dann verschiedene Gründe angeführt:

  • Beziehungen gefährden die Freiheit
  • Schlechte Erfahrungen gemacht
  • Negative Erfahrungen im Umfeld
  • Es ist schließlich möglich, Sex ohne Liebe zu haben
  • Disney, Rosamunde Pilcher und Hollywood haben unrealistische Bilder vermittelt
  • Zu hohe Ansprüche
  • Liebe und Karriere geht nicht
  • An jeder Ecke gibt es wen Neues
  • Bindungen sind zu inflexibel
  • Die große Liebe ist eine Lüge

Nicht zuletzt hat die Elterngeneration mit einer beachtlichen Scheidungsquote vorangelegt – und Scheidungskinder sind besonders gefährdet sich selbst scheiden zu lassen – weswegen die feste Beziehung mit Heirat, Haus und Kindern unrealistisch erscheint.

Bei genauerer Betrachtung jedoch, ist das Bild nicht so schwarz wie es nur zu gerne von den Medien gemalt wird. Denn zwar ist
Google Anzeige

Kostenfrei Tipps & Tricks für Arbeitswelt & Leben:

Erhalten Sie Ihr Buch "Tipps und Tricks für Arbeitswelt und Leben"
kostenlos per E-Mail als .pdf Datei:


 
Generation Y: Vernetzt, verteufelt, verstanden? Anleitung Bild mittig-oben
der Markt an erreichbaren Singles heute um ein Vielfaches größer als noch vor zehn Jahren und bei Tinder ist das nächste Date nur einen Wisch entfernt, aber nach anfänglicher Flexibilität und "mal schauen was draus wird" ist es dann doch oft die Erkenntnis: scheinbar ist es was Festes. Zwar kommt diese gerne etwas später, nach anfänglichem Zögern, dem zufälligen Mitbringen der Zahnbürste, die dann eben doch nach drei Wochen irgendwie bleibt. Spätestens mit der Feststellung, dass in einer der beiden Wohnungen der Briefkasten überquillt, weil eben doch lange niemand mehr zu Hause war und dem schließlichen Packen der Kisten, "weil es eben praktischer ist", heißt es dann doch irgendwann: "Wir sind zusammen". Nach zwei Jahren.

Dafür wurde aber auch eingehend geprüft: Passt das? Es heißt schließlich nicht umsonst: Drum prüfe wer sich ewig bindet. Und fällt dann die Entscheidung für die Beziehung, ist am Ende auch sichergestellt, dass es funktioniert, während in der Elterngeneration oftmals nach ein paar Jahren Ehen immer klarer wurde, dass es eben doch nicht hundertprozentig, ja nicht mal fünfzigprozentig passt und zwangsläufig die Scheidung kam. Die Generation Y hingegen, die sich ausprobiert und lange nicht festlegt hat, hat am Ende vielleicht den besseren Riecher dafür, was es heißt, eine "eingehende Prüfung der Beziehung" vorzunehmen.

Unvermittelbar?
Aber nicht nur in Beziehungsdingen scheint es schwierig für die Y-ler zu sein, ein festes Commitment einzugehen. Auch der Arbeitsmarkt kennt das nur zu gut. Denn Flexibilität wird großgeschrieben – ein fester Job kann da nur selten genau das bieten, was gewünscht ist. Wer rund um die Welt erfolgreich sein kann und weitgestreute Interessen hat, der wagt es schließlich eher mal rauszugehen, über den Tellerrand zu blicken. Work and Travel, Backpacking, Studium – alles ist möglich und alles ist spannender als die Festanstellung. Es scheint also, als hätten die Neuen auf dem Arbeitsmarkt kein ernsthaftes Interesse daran, durchzustarten und mal was anzufangen.

Auf der anderen Seite gab es keine Generation vorher, die so viele Praktika gemacht hat und sich orientieren konnte. Die vielfältigen Einflüsse stärken die Persönlichkeit und bilden ein komplexes Bild vom Arbeitsmarkt, während die konservative Art – Schule, Ausbildung und dann 40 Jahre Arbeit im gleichen Haus – vielleicht eher unzufrieden machte als das heute der Fall ist. Denn auch der Beruf muss den Millennials hundertprozentig gefallen, viel mehr schon einer Berufung gleichen. Die perfekte Selbstverwirklichung – da sucht der eine oder andere etwas länger nach, natürlich. Auf der anderen Seite ist er dann auch bereit, 200 Prozent zu geben. Schließlich macht die Arbeit dann Spaß, was auch das Risiko von Burn-Out eindämmt.

Die Herangehensweise hat sich also geändert. Die Ypsiloner machen vieles anders, umgehen das, was früher "eben so war". Suchen lieber länger, um hinterher hundertprozentig glücklich zu sein, statt so, dass es eben passt. Die Generation der 2000er sucht 2000prozentige Zufriedenheit. Das versteht nicht jeder und diese Einstellung sorgt für Konflikte – überall dort, wo die Generationen aufeinander treffen: besonders auf dem Arbeitsmarkt.

Generationenkonflikt auf dem Arbeitsmarkt

Auf dem Arbeitsmarkt stoßen die Generationen aufeinander. Aktuell ist dieser mit ca. 33 Prozent der Baby-Boomer, 33 Prozent der Generation X und 30 Prozent der Ypsiloner gefüllt. Die restlichen drei Prozent sind mit Veteranen und Angehörigen der Generation Z gefüllt. Der Arbeitsmarkt wandelt sich stetig, besonders durch den Wechsel der Generationen. Dabei lebt jede Generation andere Werte, hat unterschiedliche Vorstellungen für ihr Leben und möchte sich andere Statussymbole erkaufen. Das wirkt sich zwangsläufig auf die Arbeit aus, sei es die Einstellung oder die Arbeitsweise. Besonders aktuell sind diese teilweise konträr, so dass es zum Crash kommt – und ein Generationenkonflikt am Arbeitsmarkt entsteht.

Wir sind anders!
Die Generation Y arbeitet anders als ihre Vorgänger. Sie sind die ersten Digital Natives, die, die im Internet aufgewachsen sind und es von Natur aus beherrschen. Sie kennen sich dabei mit jeglichen Medienkanälen aus und wissen, welche Zielgruppe wo erreichbar ist. Außerdem können sie durch die natürliche Vernetztheit, die ein jeder aus der Generation Y mitbringt, auch natürlich über all diese Kanäle kommunizieren, ganz ohne sie eingehend zu studieren. Diese Medienaffinität macht sie für jedes Unternehmen zum wertvollen Partner. Sie wollen jedoch zeitgleich auch mehr von den Medien, als nur etwas verkauft zu bekommen. Die Ypsiloner sind allergisch auf Konsum und die reine Verkaufsabsicht ist nicht mehr das, was bei ihnen wirkt. Sie möchten viel mehr nah am echten Leben dran sein. Unternehmen werden privater, das spiegelt auch den Hang zum "Du" wieder, den die Ypsiloner mitbringen. "Sie" hat
Generation Y: Vernetzt, verteufelt, verstanden? Ratgeber Bild mittig fotolia.de © kantver (#119945202)
nichts mehr mit Respekt zu tun – in ihren Augen – und da ihr Leben zwangsläufig mit der Arbeit verknüpft ist, wenn die Berufung gefunden wurde, kann ein jeder auch natürlich über das Privatleben hinaus über Privates kommunizieren. Hierarchien werden abgeflacht, ein Produkt braucht eine Geschichte, Identifikationsgrundlage. All das bringen die Ypsiloner auch mit an ihren Arbeitsplatz. Sie hinterfragen.

Wer hinterfragt, befolgt nicht mehr automatisch jede Anweisung. Eine unbequeme Wahrheit, jedoch das, was die "Neuen" ausmacht. Sie suchen Sinn in ihrer Arbeit, möchten etwas Wertvolles machen: Glück über Geld. Dazu kommt die neue Unabhängigkeit. Wenn eine Arbeit nur mit Hilfe eines Laptops und des Internets verrichtet werden kann, warum soll man dann zu festen Zeiten an einem festen Ort sein müssen? Sicher – wichtige, sinnvolle Termine werden eingehalten. Aber die Sinnhaftigkeit von strikten Arbeitszeiten, wenn andere Zeiten produktiver wären, wird angezweifelt. Ein Grund, warum die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten und flexible Arbeitszeiten zu haben, inzwischen zu den Grundmerkmalen eines Arbeitgebers gehören müssen, wenn er Angehörige der jungen Generation dauerhaft halten möchte. Besonders in kreativen Berufen ist es schließlich so, dass ohne Kreativität nichts geht: Wenn diese am Dienstagnachmittag um 15 Uhr aufgebraucht ist, ist ein Weiterarbeiten schlicht nicht mehr sinnvoll – etwas, das ein Y-ler ankreidet. Er stellt viele Forderungen, besonders dafür, dass er so jung ist.

All diese Fragen nach dem Sinn, der Drang sich nicht zu überarbeiten, Balance in ihrem Leben zu finden – das unterscheidet die Ypsiloner von den Vorgänger-Generationen. Etwas, was für die Jungen selbstverständlich ist, wurde früher niemals als gegeben hingenommen. Nur wer sich seine Sporen verdient hat, durfte hinterfragen. Ein Konzept, das so nicht mehr funktioniert.

Das Unverständnis der Anderen?
Dummerweise ist es jedoch so, dass es nicht die Ypsiloner sind, die die Ypsiloner einstellen. Denn meistens sitzen Mitglieder der älteren Generationen in den Human Resources Departments. Besonders die Angehörigen der Generation X halten die jungen Arbeitnehmer gerne für selbstverliebte, verwöhnte Traumtänzer. Aber sie kommen natürlich nicht umhin, junge Nachfolger einzustellen – und da ein Ypsiloner sich nicht auf etwas einlässt, dass seinen Vorstellungen nicht entspricht, müssen die Unternehmer umdenken. Sich von den Ypsilonern sagen lassen, was sie nicht möchten, was sich ein Angehöriger der Generation X niemals getraut hätte und ein Babyboomer schon gar nicht. Projektbezogene Arbeit, wenige Vorschriften und flache Hierarchien – das ist es, was die Jungen bevorzugen.

Die Vorgesetzten sind überrascht davon, dass jemand ihre Autorität nicht so schätzt, wie es früher Gang und Gebe war. Manche finden es unmöglich, andere achten diese neue Form der Ehrlichkeit. Denn dieser frische Wind und die Ambitionen der Generation Y decken Missstände auf und weichen Strukturen auf, die vielleicht so gar nicht mehr nötig sind und sogar die Prozesse verlangsamen. Sie trauen sich, Probleme anzusprechen und bieten damit Veränderungs- und Verbesserungspotenzial, zumindest wenn sich die Verantwortlichen darauf einlassen.

Das größere Problem liegt aber eigentlich woanders, denn nicht nur die HR-Manager entstammen der älteren Generation, sondern auch die Kollegen. Diese sind ihren jüngeren Kollegen gegenüber nicht ganz wohlgesinnt. Sie haben sich die Karriere hart erkämpft, haben viele Rückschläge in Kauf genommen, bis sie schließlich ihre Meinung äußern konnten – etwas, das die Nachfolger sich schon jetzt herausnehmen. Dazu kommt, dass gerade in Ämtern mit großer Verantwortung niemand nachfolgen möchte. Denn die Generation Y weiß, was sie will und vor allem was sie nicht will: zu viel Verantwortung, wenn es heißt, dass sie dafür ihr Glück und ihre Freizeit aufgeben müssen. Während die Generation X sich die Work-Life-Balance lange erkämpfen musste, nimmt die Generation Y sie sich einfach. Wenn nötig mit Teilzeit-Stellen.

Was Unternehmen damit anfangen
Die Unternehmen mussten sich also etwas einfallen lassen, aber haben sich dennoch auf die jungen Kollegen eingestellt. Diese zu rekrutieren geht hauptsächlich über das Internet. Soziale Netzwerke, Bewerbungsplattformen und digitale Bewerbung über E-Mail sind Standard und eigentlich die einzigen Wege, die Ypsiloner mit Stellenanzeigen zu erreichen. Außerdem wurden mehr Arbeitszeit-Modelle etabliert, um attraktiv für junge Arbeitnehmer zu sein. Geteilte Stellen oder die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten, gehören auch dazu.

Außerdem müssen sich die Recruiter daran gewöhnen, bereits im Vorstellungsgespräch mit Forderungen konfrontiert zu werden. Die Ypsiloner sagen was sie wollen – und fackeln nicht lange, wenn sie es nicht bekommen. Sie lieben ihren Job, dem Unternehmen gegenüber sind sie jedoch ungebunden. Ausgestattet mit einer guten Ausbildung finden sie auch den nächsten Job – das wissen sie und nutzen es auch. Irgendwo jedoch liegen die Grenzen. Deswegen sagen viele Unternehmen, dass
Google Anzeige

Kostenfrei Tipps & Tricks für Arbeitswelt & Leben:

Erhalten Sie Ihr Buch "Tipps und Tricks für Arbeitswelt und Leben"
kostenlos per E-Mail als .pdf Datei:


 
Generation Y: Vernetzt, verteufelt, verstanden? Erfahrung Bild unten
sich die Bewerber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen dürfen bei der Forderung nach Freiheiten, auch wenn diese Art grundlegend als erfrischend empfunden wird. Besonders bei verantwortungsvollen Positionen ist die Grenze der Flexibilität erreicht: Überstunden gehören zur Jobbeschreibung.

Que Sera, Sera?

Unentschlossen, freigeistig, flatterhaft, fragenstellend – lassen sich die Millennials also treiben, von Job zum Auslandsaufenthalt, zum Viertstudium, zur neuen Ausbildung, zum Digitalen Nomadentum und schließlich wieder in die 80 Prozent Stelle? Frei nach dem Motto "Was sein wird, wird sein"? Nein. Denn die Generation hat Ziele, sehr klare sogar, auch wenn diese in sich unbestimmt sein mögen.

Mitbestimmung? Ja!
Die Generation Y hat eine klare Vorstellung von ihrem Leben. Das erklärte Ziel heißt: Glücklich sein. Das liegt in der Freiheit, der Flexibilität und der freien Entscheidung. Darauf basiert ihr Handeln – auch wenn dieses natürlich ganz unterschiedlich geartet sein kann. Während andere Generationen vor allem nach Statussymbolen strebten und arbeiteten, um anständig leben zu können, wollen die Ypsiloner ihr Glück nicht auf das Privatleben beschränken. Alles im Gesamtpaket ist das Rezept zum Glücklichsein. Sich in einem Bereich aufzuopfern, gehört nicht dazu.

Dazu brauchen sie Mitbestimmung. Heißt: Sie fragen nach dem, was sie wollen. Mit klar formulierten Ansagen lenken sie ihr Leben in die Richtung, die es haben soll. Das ist in erster Linie Flexibilität. Das zieht sich sowohl durch den Job als auch durchs Privatleben. Flexible Beziehungen, die Mietwohnung statt dem Eigenheim, viele Sprachen sprechen, um auch bei der Wahl des Wohnortes flexibel sein zu können... all das gehört für sie dazu und macht im Gesamten die große Freiheit aus. Dabei wird diese nicht mal zwangsläufig ausgenutzt – es ist vielmehr das Gefühl, jederzeit etwas anderes machen zu können, was für sie den großen Faktor Freiheit erfüllt.

Verantwortung? Nein, danke!
Was dazu nicht gehört und deswegen auch kein erklärtes Ziel mehr ist, ist Verantwortung. Für das eigene Leben – natürlich. Aber im Job? Nein danke. Denn die Eltern dieser Generation haben sich zu oft zum Burn-Out gearbeitet. Das Leben für die Arbeit ist schlicht keine Option mehr. Das ist besonders ein Problem für die höher gestellten Positionen, die nun mehr schwierig zu besetzen sind. Wie soll ein Manager funktionieren, wenn er nicht bereit ist, Überstunden zu schieben und auch am Wochenende erreichbar zu sein? Da liegen die Grenzen der großen Freiheit – Workaholics sind besonders an dieser Stelle dringend benötigt, werden jedoch in der Generation Y nur selten angetroffen.

Private Ziele
Das Privatleben hat einen besonders hohen Stellenwert für die Ypsiloner. Work-Life-Balance ist ein Thema, das in Fleisch und Blut übergegangen ist. Wo andere noch dachten "Work hard, earn later" fordern sie von Beginn an den Raum für ihr Privatleben ein. Deswegen sind Teilzeitstellen so beliebt. Mit 80 Prozent der 40 Stunden Woche lässt sich der Tag flexibler gestalten, es bleibt mehr Zeit für Freunde und Hobbies. Denn das ist auch ein prägendes Moment für die Millennials: Zwischen Finanz- und Wirtschaftskrise, Irak, Afghanistan und Terror kann alles so schnell vorbei sein – das Leben erst in der Rente zu genießen, kann also nicht richtig sein. Deswegen sind Freunde und Freizeit ein wichtiger Faktor und wenn der richtige Partner gefunden ist, auch die Beziehung. All das darf nicht unter der Arbeit leiden – sonst ist es nicht das Privatleben was eingeschränkt wird, sondern die Arbeit.

Fazit

Die Generation Y stellt das bisherige Work-Life-Modell in Frage, stellt neue Forderungen und ist eine Herausforderung für die vorhergehenden Generationen – aber auch für sich selbst. Denn die Verantwortung muss jemand übernehmen – die generelle Wirtschaft verlangt nach Chefs, die führen können und immer erreichbar sind. Wie das mit Mitarbeitern funktionieren soll, die die Freizeit im Fokus haben und sich nicht überarbeiten möchten, fragen sich die Generationen der Babyboomer und der X-ler auf der ganzen Welt. Aber sie schauen auch gespannt darauf, wie Jahr für Jahr der Anteil an Ypsilonern auf dem Arbeitsmarkt wächst, wie sie ihr Leben bestreiten und gestalten. Sie bringen Neuerungen, haben schon eine neue Start-Up-Kultur etabliert, die vor allem die digitale Welt bereichert. Die Digital Natives erobern die Welt und sind auf der Suche nach einem erfüllten Leben, das Sinn hat, Glück und Freiheit bietet. Was das mit dem Arbeitsmarkt macht, bleibt abzuwarten – ebenso wie die Antwort auf die Frage, was die Generation Y ihren Nachfolgern überlassen wird. Vielleicht eine Wirtschaft, die nachhaltiger mit Ressourcen umgeht, die Lebensqualität aller Beteiligten erhöht und eine echte Bereicherung darstellt? Das sähe ihr zumindest ähnlich.

Sichern Sie sich jetzt Ihr kostenfreies Arbeitswelt Buch:
Tipps für Arbeit & Leben:

Sie haben ein interessantes Artikelthema für uns?
Kontaktieren Sie uns gerne unter

Neueste Arbeitswelt Artikel:

 Arbeitswelt 
Generation Y: Vernetzt, verteufelt, verstanden?
"Anforderungen an die Arbeitswelt: Generation Y - ach Quatsch", "So spießig ist die Bürowelt der Generation Y", "Wie sich die Generation Y...
 Arbeitswelt 
Geschmacksmuster schützen: Design nachahmen verboten!
Emotionen. Sie spielen eine entscheidende Rolle dafür, was der Kunde kauft. Denn in ihren Funktionen unterscheiden sich viele Produkte kaum noch. Sie...
 Arbeitswelt 
Kundenorientierung verbessern
Der Kunde von heute ist selbstbewusst, kritisch und anspruchsvoller als es noch in der Vergangenheit der Fall war. Mit den altbackenen Parolen...
 Arbeitswelt 
Arbeiten neben dem Studium
Wer kein BAFöG erhält oder von seinen Eltern finanziell nicht ausreichend unterstützt werden kann, um seinen Lebensunterhalt zu decken, der steht vor...
 Arbeitswelt 
Arbeitswelt im Wandel
Etwa alle 15 Jahre drängt eine neue Generation auf den Arbeitsmarkt, die sich aufgrund ihrer Erfahrungen und ihrer individuellen Einstellungen deutlich von...
 Arbeitswelt 
Der ergonomische Arbeitsplatz
Durch Wohlfühlatmosphäre zu mehr Produktivität im Job Viele Stunden verbringen wir sitzend am Arbeitsplatz. Die meisten Berufe werden heutzutage im Sitzen ausgeübt, einer...
 Arbeitswelt 
Tipps, wie Sie im Beruf weiterkommen
Sicherlich haben die meisten Menschen dieses schon einmal erlebt: Man kommt in seinem bisherigen Beruf einfach nicht weiter. Überforderung, Unterforderung, mangelnde Akzeptanz...
 Arbeitswelt 
Zweites Einkommen sichern
Ein zweites Einkommen ist sicherlich eine gute Sache und ermöglicht vieles, was sonst auf der Strecke bleiben würde. Doch für Anleger gestaltet...
 Arbeitswelt 
Internationaler Handel
Warum wird die globale Zusammenarbeit immer wichtiger? Durch die fortschreitende Globalisierung verändern sich die Weltmärkte kontinuierlich. Handelsabkommen zwischen den Ländern sollen dabei...
 Arbeitswelt 
Tipps für clevere Verhandlungen
Nahezu in jeder Lebenslage treten Menschen in Verhandlungen ein. Ob es im Urlaub mit Freunden auf dem Basar ist, ob mit dem...
 Arbeitswelt 
Erfolgreich gründen
Der Weg in die Selbstständigkeit ist für viele Menschen ein Traum. Eine wirklich tolle Idee, könnte man annehmen. Doch wie kann man...
 Arbeitswelt 
Tipps für den Wiedereinstieg nach der Elternzeit
Auch in der modernen Zeit ist die Elternzeit zumeist eine Angelegenheit, mit der sich die Frauen beschäftigen müssen. Für sie bedeutet dieses...
 Arbeitswelt 
Mit Geschenkideen die Kundenbeziehung verbessern
Einige Menschen halten Werbegeschenke und Kundenpräsente für verschwendetes Geld, weil der Erfolg nicht direkt nachgewiesen werden kann. Es bedarf jedoch auch einiger...
 Arbeitswelt 
Was am Arbeitsplatz erlaubt ist
Viele Arbeitnehmer wünschen sich einen Arbeitsplatz, an dem ein gutes Betriebsklima vorherrscht. Dieses ist einer der elementarsten Faktoren, wenn es um Arbeitszufriedenheit...
 Arbeitswelt 
Tipps für eine gelungene Präsentation
Viele Menschen wissen nicht, wie man eine Präsentation halten muss, damit diese beim Publikum gut und überzeugend ankommt. Oft wird unterschätzt, dass...
 Arbeitswelt 
Branchen, die sich der Digitalisierung widersetzen
Die Digitalisierung ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch und wird sicherlich in den kommenden Jahren unzählige Branchen von Grund auf zum Umdenken zwingen....
 Arbeitswelt 
Tricks, um im Büro wieder fit zu werden
Wachsende berufliche Herausforderungen, mit den Aufgaben überfordert sein, ein enormer Leistungsdruck und Zuhause noch die Familie. Zudem sind es die wenig energetischen...
 Arbeitswelt 
Durch die richtige Selbstdarstellung zum Erfolg
Es bedarf schon einer perfekten Selbstdarstellung, wenn man vor allem im Beruf, aber auch im privaten Alltag besser ankommen möchte. Wer hart...
 Arbeitswelt 
Erfolgreiche Mitarbeitermotivation
Eine motivierte Belegschaft steht nicht nur für gute Laune, sondern steigert sogar den Umsatz. Das Durchregieren vom Vorgesetzten funktioniert nicht mehr wie...
 Arbeitswelt 
Raus aus der Stress Spirale
Der Begriff Stress hat immer einen negativen Touch und wird als unangenehm empfunden. Doch die Medaille hat zwei Seiten. Zum einen gibt...
 Arbeitswelt 
Generation Z
Die Generation Z - auch "Digital Natives" genannt - sind junge Menschen, die nach dem Jahr 1995 geboren sind und künftig in...
 Arbeitswelt 
Haftung beim Betriebsunfall
Verbrennungen, Stürze oder Vergiftungen - Unfälle in Betrieben lassen sich niemals völlig ausschließen. Auch wenn die Betriebe alle nur erdenklichen Vorkehrungen zur...
 Arbeitswelt 
Berufsorientierung: Die richtige Entscheidung für die Zukunft treffen
Schulabgänger und Studierende an den Hochschulen - für sie gilt es gleichermaßen, sich rechtzeitig über den künftigen Beruf zu informieren. Tage der offenen...
 Arbeitswelt 
Häufige Fehler, die Selbstständige begehen
Jeder Selbstständige ist sicherlich bestrebt, über einen möglichst langen Zeitraum ein erfolgreiches Geschäft zu betreiben. Doch leider kommt es immer häufiger dazu...
 Arbeitswelt 
Homeoffice: Was Arbeitgeber und Arbeitnehmer wissen sollten
Der Trend zum Homeoffice steigt. Mittlerweile arbeitet jeder fünfte Beschäftigte regelmäßig von Zuhause aus. Was jedoch zahlreichen Unternehmern nicht bekannt ist, ist...
 Arbeitswelt 
Tricks für einen aufgeräumten Schreibtisch
Bekanntermaßen ist Ordnung ja das halbe Leben, so der Volksmund. Dieses findet natürlich auch für den Arbeitsplatz seine Anwendung. Es gibt sicherlich...
 Arbeitswelt 
Psychotricks der Chefs erkennen
Im Grunde verfügt jeder Chef über jede Menge Erfahrung, ein überaus großes Fachwissen und ist in der Lage, gut mit Menschen umzugehen....
 Arbeitswelt 
Konkurrenzdenken überwinden
Konkurrenzdenken ist in nahezu jeder Phase des Lebens ein ständiger Begleiter. Bereits im Kindergarten ist dieses schon zu beobachten und setzt sich...
 Arbeitswelt 
Alles rund um das Thema Ausbildung
Lehrjahre sind bekanntermaßen keine Herrenjahre. Doch die Auszubildenden genießen neben ihren Pflichten natürlich auch verbriefte und gesetzlich geregelte Rechte. Danach müssen sich...
 Arbeitswelt 
Sucht am Arbeitsplatz
Auch wenn man es nicht so recht glauben oder nachvollziehen mag - Drogenberichte belegen, dass zahlreiche Beschäftigte in ihrer Arbeitswelt als süchtig...
 Arbeitswelt 
Chancen eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements
Zahlreiche Berufstätige üben an ihrem Arbeitsplatz, in Konferenzen und Meetings immer häufiger und immer länger eine sitzende Tätigkeit aus. Dieser Mangel an...
 Arbeitswelt 
Sind Roboter die Zukunft?
Roboter werden in naher Zukunft in vielen Bereichen des täglichen Lebens noch umfangreicher den Alltag prägen als dieses bislang der Fall ist....
 Arbeitswelt 
Tipps für Kleinunternehmer
Jeder Existenzgründer sollte sich früher oder später die Frage stellen, was ein Kleinunternehmer eigentlich ist. Der Kleinunternehmer ist ein Begriff aus dem...
 Arbeitswelt 
Sabbatjahr: Auszeit für ein Jahr
Unter dem Begriff "Sabbat" versteht man im Allgemeinen einen freien Tag in der Woche. So ist es in Israel beispielsweise erst gar...
 Arbeitswelt 
Mehrarbeit in Deutschland
In deutschen Unternehmen müssen die Mitarbeiter immer häufiger Mehrarbeit leisten. Die Extraschichten gehören in vielen Berufszweigen ganz einfach dazu. Die Gründe dazu...
 Arbeitswelt 
Ideale Produktpräsentation für Unternehmen
Präsentationsmedium Internet1. Die eigene Webseite Wer heutzutage seine Produkte einem großen Publikum vorstellen möchte, schafft dies sicherlich am besten durch das Internet. Fast...
 Arbeitswelt 
Tipps für ein erfolgreiches Zeitmanagement
Ein vernünftiges und erfolgreiches Zeitmanagement ist die Basis für den perfekten Berufsalltag. Im Grunde fragt man sich täglich aufs Neue, wie man...
 Arbeitswelt 
Teambuilding Aktionen für Unternehmen
In jedem Unternehmen arbeiten unterschiedliche Menschen in jeweils unterschiedlichen Teams. Nicht immer passen die Teams optimal zusammen. Dann stellt sich oft die...
 Arbeitswelt 

Grundsätzlich gilt beim Kauf eines Druckers weiterhin die Faustregel: Bilder und / oder Fotos lassen sich am besten mit einem Tintenstrahldrucker ausdrucken....
 Arbeitswelt 
Geld verdienen in der Weihnachtszeit
Was kann man tun, damit die Kasse vor Weihnachten klingelt? Als Weihnachtsmann vor Kindern den perfekten Auftritt hinlegen. Als Verkäufer mit heißen Glühweintassen...
 Arbeitswelt 
Die 12 größten Fehler am Schreibtisch
…und wie man diese vermeiden kann. Viele von uns sitzen täglich im Büro und fragen sich innerlich, warum nach 8 Stunden Büroarbeit...
 Arbeitswelt 
Tipps für die Selbständigkeit
Tipps für die ersten Schritte in Richtung Selbständigkeit Viele haben den Wunsch, ein eigenes kleines Unternehmen aufzubauen und sich selbstständig zu machen. Bevor...
 Arbeitswelt 
Vorteile des Einzelhandels
Was spricht heute noch für den Einzelhandel? Onlineshopping ist heutzutage die Möglichkeit schlechthin schnell, unkompliziert und günstig an gewünschte Produkte und Dienstleistungen zu...
 Arbeitswelt 
Videoüberwachung
Videoüberwachung: Neues Sicherheitsinstrument im privaten wie öffentlichen Raum Das Thema Sicherheit, vor allem im öffentlichen Raum, ist ein viel Diskutiertes. Die optische Überwachung durch...
 Arbeitswelt 
Urlaubsvorbereitungen richtig planen
Arbeitnehmer haben nur eine bestimmte Anzahl an Urlaubstagen im Jahr. Diese variieren zwischen 24 und 35 Tagen, je nach Arbeitgeber. Deswegen setzen...
 Arbeitswelt 
Kundensicherheit im Ladengeschäft
Um erfolgreich Produkte an interessierte Kunden vertreiben zu können, ist auch heutzutage und trotz des Internets ein attraktives Ladengeschäft eine gute Ausgangsposition....
 Arbeitswelt 
Studium oder Ausbildung finanzieren
Studium oder Ausbildung finanzieren - Chancen wahrnehmen Jungen und ehrgeizigen Menschen steht die Welt offen, auch wenn ein Studium oder eine gute Ausbildung...
 Arbeitswelt 
Steuererklärung
Für viele ist die Erstellung der Steuererklärung eine lästige Aufgabe. Allerdings kann es sich lohnen, wenn die Steuererklärung frühzeitig erstellt wird, denn...
 

Bildnachweise: Bild mittig: fotolia.de © kantver (#119945202)

Arbeitswelt Statistiken für Themenseite "Generation Y: Vernetzt, verteufelt, verstanden?": 4.9 Punkte für den Artikel "Generation Y: Vernetzt, verteufelt, verstanden?" Test und Erfahrungsberichte - Bewertet wird die Anzahl der Besucher dieser Themenseite. Stand: + Kontakt