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Lauschabwehr gegen ungewolltes Abhören

Lauschabwehr gegen ungewolltes Abhören Bild oben Abbildung 1: pixabay.com @ geralt (CC0 Creative Commons)
Lauschangriffe in den eigenen vier Wänden oder sogar über das eigene Mobiltelefon? Können Dritte tatsächlich ganz gezielt nicht nur in Unternehmen, sondern auch im Privatbereich mithören und sensible Informationen erfassen? Der gläserne Mensch ist durch die wachsende Digitalisierung längst keine utopische Fiktion mehr. Wie sich jeder vor ungewollten Lauschangriff in schützen kann, deckt eine Detektei auf!

Das Smartphone wird zur Wanze

Die Anzahl der Smartphone-Besitzer stieg in Deutschland in den letzten Jahren rasant an. 2020 besaßen mehr als 85 % aller Personen ab 14 Jahren ein Smartphone, Tendenz steigend. Eine beunruhigende Nachricht, denn die Smartphones von heute sind längst mehr als bloße Geräte zum Telefonieren oder Versand von Kurznachrichten.

Sie lassen sich im Handumdrehen für den perfekten Lauschangriff als Wanze nutzen. Schützenhilfe bekommen die Abhörwilligen dabei häufig von den Telefonanbietern selbst. Eine Datenpanne von Apple machte beispielsweise den Zugriff auf FaceTime möglich, sodass ein Mitlesen der Kontaktdaten ohne Probleme möglich war. Mittlerweile ist der Bug allerdings behoben, doch eine Wiederholung durch andere Software-Fehlfunktionen längst nicht ausgeschlossen.

Schutz vor Lauschangriff in durch visuelle Kontrolle

Klassische Abhörtools kommen noch immer zum Einsatz. Hierzu gehören vor allem Wanzen, die mit krimineller Energie beispielsweise zur Überwachung von Privatpersonen oder in Unternehmen in Räumlichkeiten platziert werden. Um sie aufzuspüren, braucht es fachmännische Hilfe und detektivisches Gespür.

Wer den Verdacht hegt, abgehört zu werden, sollte sich unbedingt professionelle Unterstützung suchen. Schutz vor ungewolltem Abhören wird durch Fachpersonal zunächst häufig durch die visuelle Kontrolle durchgeführt. Zum Einsatz kommen auch technische Hilfsmittel, um die Wanzen aufzuspüren. Häufig genutzte Verstecke für Wanzen sind beispielsweise kabelgebundene Telefone oder andere Geräte, aber auch Bilderrahmen, Schubkästen oder Blumenvasen.

Lauschangriff durch Sprachsteuerungen

Der ungewollte Lauschangriff kann auch durch die immer beliebter werdenden Sprachsteuerungen von Alexa und Co. ausgehen. Smart-Home-Technologien vereinfachen das Leben einerseits, bieten aber ungeschützt ideale Möglichkeiten für einen unbemerkten Lauschangriff.
Die Sprachsteuerung Alexa nutzt beispielsweise mehrere Mikrofone, sodass eine optimale Aufnahme problemlos möglich ist. Durch das Verschlüsselungsprinzip bei Amazon soll die Privatsphäre der Alexa-User geschützt sein, allerdings zeigen Anwendungsbeispiele in der Praxis, dass die Sprachsteuerung auch ohne vorherige Aufforderung (beispielsweise mit dem Startbefehl „ALEXA“) aktiviert wird. Gut möglich, dass sich Hacker auf diese Weise Zugriff auf die Alexa-Anwendung verschaffen und die Gesprächsaufnahmen tracken können. User der Sprachsteuerungstools können selbst zum Schutz beitragen, indem sie keine regelmäßigen Sicherheitsupdates auslassen und für maximale Verschlüsselung bei ihrer WLAN-Verbindung sorgen.

Überwachung durch versteckte Kameras

Kameras in den eigenen vier Wänden werden immer beliebter. Die Überwachung der Außenanlagen oder des Innenraumes, die Überwachung des schlafenden Babys oder der Blick ins Kinderzimmer zur besseren Kontrolle – Kamerasysteme sind smarte Helfer im Alltag, bergen aber ungeschützt einige Risiken.
Auch die Kameras an Laptop oder Smartphone können ungesichert gehackt werden. Ein Fall aus Aachen zeigt, dass das Hacken einer Webcam für Geübte mit krimineller Energie gar nicht so schwer ist. Der Beschuldigte schaffte es, mehr als 100 Mädchen über ihre Webcams zu beobachten und stand dafür vor Gericht.

Ursächlich für solche erfolgreichen visuellen Lauschangriffe sind vor allem ungeschützte
Lauschabwehr gegen ungewolltes Abhören Ratgeber Bild mittig Abbildung 2: pixabay.com @ 422737 (CC0 Creative Commons)
Geräte und fehlende Absicherung. 100 % sicher ist gar nichts, da sind sich IT- und Sicherheitsexperten einig. Wer möchte, findet Zugriff auf nahezu alle Geräte. Entscheidend ist jedoch die benötigte Zeit. Brauchen Hacker zu lang, um eine Webcam oder andere Kameras zu knacken, könnten sie die Lust verlieren. Ein Vorteil, den sich alle Kamerabesitzer zu Nutze machen können. Hier höher die Sicherheitsbarriere durch Software und Verschlüsselung, desto schwerer wird es Hackern gemacht.

Illegales Abhören via Kamera, Smartphone oder Sprachsteuerung enttarnen: Experten helfen ganz gezielt.

Tipps für den Schutz der Kameras
Mit einigen leicht umzusetzen den Tipps kann jeder seine IP-Kameras noch sicherer machen:

1. Individuelle Geräteeinstellungen für Sicherheit überprüfen
Jede einzelne Kamera hat, wenn sie über IP-Systeme funktioniert, eigene Sicherheitseinstellungen. Um maximal Schutz zu gewährleisten, jedes Gerät separat betrachten und die Sicherheitseinstellungen anpassen.

2. Software-Updates nicht verpassen
Hersteller sind regelmäßig darum bemüht, Sicherheitslücken zu schließen oder die Sicherheitsstandards durch regelmäßige Software-Updates zu erhöhen. Am besten die automatische Benachrichtigung für neue Versionen aktivieren, um keine Schließung der Sicherheitslücken zu verpassen.

3. Passwortschutz nicht vergessen
Um den Zugriff auf die einzelnen Geräte mit Kamerafunktion zu haben, sollte ein Passwort erforderlich sein. Bestenfalls auf die 2-Faktor-Authentifizierung setzen, um unberechtigte Zugriffe zu vermeiden.


Staatliche Überwachung: wenn Sicherheitsbehörden mithören

Staatstrojaner kommen zum Einsatz, wenn Regierungsbehörden bei Terrorverdächtigen, Extremisten oder dem Verdacht auf kriminelle Handlungen mitlesen und mithören möchte. Doch der Einsatz ist nicht unumstritten, denn viele befürchten das Anzapfen der Behörden auch in anderen Bereichen.
Die Gesetzgebung sieht klare Einschränkungen für die Überwachungen vor. In Bayern ist es sogar seit der Änderung im Mai 2018 möglich, ohne konkreten Verdachtsfall Trojaner zum Mitlesen einzusetzen. Ausreichend ist der bloße Verdacht einer als gefährlich geltenden Person. In anderen Bundesländern dürfen die Trojaner zumindest in einer Version bei Urkundenfälschung oder mittelschwere Alltagskriminalität (festgelegt in der Strafprozessordnung seit 2017) eingesetzt werden.

Ob die staatliche Überwachung auf den eigenen Endgeräten aktiviert ist, lässt sich für ungeübte Blicke kaum herausfinden. Die überwachten Personen erhalten keine Information darüber, ob sie tatsächlich in den Fokus der Sicherheitsbehörden rücken. Um zu vermeiden, dass die Spionage aus der Ferne auf dem eigenen Endgerät genutzt wird, gilt es, vor allem verdächtige Mails oder SMS nicht zu beantworten oder zu öffnen.
Wer sich unsicher ist, sollte unbedingt Experten zurate ziehen, um eine Installation des Trojaners auf dem Mobiltelefon oder anderen Endgeräten zu vermeiden. Einmal installiert lässt sich der Trojaner nur schwer wieder entfernen und infiziert womöglich noch andere im Netzwerk befindlichen Geräte.

Offline gehen – der beste Abhörschutz?

Maximalen Schutz vor Lauschangriffen gibt es nur dann, wenn gar keine digitalen Geräte zum Einsatz kommen. In der heutigen Zeit kaum denk- und umsetzbar, denn mobile Endgeräte und Internet-Anwendungen haben längst in das tägliche Leben Einzug gehalten.
Wer sich besser schützen möchte, kann schon mit einfachen Schritten viel bewegen. Dazu gehört der Verzicht auf den mobilen Datenaustausch über öffentliche Netzwerke. Sie sind häufig ungeschützt und bieten Hackern damit einfachen Zugriff auf die eigenen Daten. Am besten den Austausch der mobilen Daten in öffentlichen Netzwerken deaktivieren.

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Bildnachweise: Bild oben: Abbildung 1: pixabay.com @ geralt (CC0 Creative Commons) Bild mittig: Abbildung 2: pixabay.com @ 422737 (CC0 Creative Commons)

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